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3. WarDriving 3.1. Was ist das ? Als WarDriving bezeichnet man das gezielte Suchen von Funknetzwerken, und sie Abzulauschen oder in diese Einzubrechen. WarDriving ist namentlich angelehnt an eine Hackermethode der achtziger Jahre: Beim WarDialling wurden noch systematisch Telefonanschlüsse angewählt, um zu sehen, ob ein hackbarer Computer angeschlossen ist. Mittlerweile ist in Hacker-Kreisen eine Art Subkultur entstanden, die sich auf das WarDriving spezialisiert hat. Dabei werden von entdeckten WLANs Karten angefertigt und im Internet mit weiteren Informationen zu den Netzwerken veröffentlicht. Oft, aber weitem nicht immer, begnügen sich WarDriver mit den Aufdecken von Sicherheitslücken. 3.2. Wie geht das ? Beim WarDriving versucht der Hacker zunächst ein WLAN ausfindig zu machen. Dazu fährt er mit einem Auto oder einem Fahrrad durch die Gegend. Mittels einen WLAN-fähigen Rechner und Hacker-Tools oder einfacher WLAN-Software, die mit jeder WLAN-Card ausgeliefert wird, versucht er Funknetzwerke in seine Umgebung zu orten. Ist dies dem WarDriver gelungen, "hört" er in der Regel den Datenstrom zunächst ab, und versucht dann je nach den Eigenschaften des entdeckten WLANs (zB: WEP, Firewall etc.) in diesen einzudringen. Die technische Standard-Ausrüstung sei hier nun etwas genauer beschrieben :
3.2.2.1. WLAN-Tools für Windows Netstumbler Diese Freeware ist das am meisten genutzte Tool zum Aufspüren von WLANs. Zusätzlich liefert Netstumbler auch Informationen über die eingesetzten Client-Adaptern und Access Points. Nutzt man ebenfalls einen GPS-Receiver (Global Positioning System), kann man sehr schnell eine Karte mit Empfangsbereichen des gefundenen WLANs erstellt werden. Klick to enlarge ! Dieses komerzielle Tool vom Anbieter WildPackets (www.wildpackets.com) stellt einen professionellen Protokoll-Analyzer für drahtlose Netze nach IEEE 802.11b zur Verfügung. Mit einen Preis von 2495 US$ ist er aber sicherlich nicht für jeden WarDriver auf legale Weise erschwinglich. Airopeek ist in erster Linie kein WLAn-Sniffer im eigentlichen Sinne, sondern soll den WLAN-Administrator bei der Suche nach Sicherheitslücken unterstützen.Seine Hauptaufgabe ist die detaillierte Information des Anwenders über das Geschehen in seinem Funknetzwerk. Klick to enlarge ! Freestumble Hierbei handelt es sich um ein Derivat von NetStumbler. Im Gegensatz zum Original soll dieses Hilfsprogramm wesentlich mehr Karten unterstützen, sowie unter Linux laufen. Klick to enlarge ! WEPcrack ist kein WLAN-Sniffer, sondern eine Sript-Sammlung von PERL-Dateien, die schwache Initialisierungsvektoren des WEP-Verfahrens aufdecken können. Ürsprünglich war WEPcrack für Linux konzipiert worden, aber mit einen PERL-Interpreter für Windows können auch MicroSoft-User damit arbeiten. Kismet Das Freeware-Projekt Kismet entwickelte einen WLAN-Sniffer für die Linux-Kommandozeile an. Das Tool kann WLANs aufspüren und liefert zusätzliche Informationen über Status der Verschlüsselung oder vorhandene DHCP-Dienste. Klick to enlarge ! Das von den WarDrivern am meisten geliebte und von den WLAN-Administratoren am meist gehasste Tool ist Airsnort. Hauptfunktion dieses Tools ist die Ermittlung von WEP-Keys in relativ kurzer Zeit. Dazu schreibt das Tool zunächst die empfangenen Datenpakete mit und versucht dann mit dem gleichen Verfahren, wie es WEPcrack nutzt, den WEP-Key zu dekodieren.Verbunden mit einen schnellen Rechner lassen sich die meisten WLANs sehr schnell entschlüßeln. Einziger Nachteil : Airsnort eignet sich nicht, um WLANs aufzuspüren. AP Scanner WarDriver, die mit einen Mac arbeiten sind selten. Das liegt an der einfachen Tatsache, das es eigentlich kaum Tools für dieses System gibt. Nennenswert ist aber der AP-Scanner, der alle in Reichweite liegende WLANs ermittelt und ein paar wenige Informationen anzeigt. Als Nutzvoll oder aus Administratorensicht gar als gefährlich kann man den Scanner aber nicht bezeichnen. Wer WarDriving ernsthaft ausprobieren möchte, sollte auf Linux oder Windows wechseln. ![]() Laut dem Telekommunikationsgesetz (§ 95, 86) ist das unerlaubte Abhören von Funknetzen, egal ob geschützt oder nicht, mit bis zu zwei Jahren Haft oder mit einer Geldstrafe strafbar. Ist das Funknetzwerk zusätzlich gesichert, so macht sich der WarDriver nicht nur des Abhörens von Daten strafbar, sondern auch des Auspähens von Daten was laut dem Strafgesetzbuch (§ 202a) die Strafe um zwei bis drei Jahre erhöhen kann. Auch das Verändern oder Beschädigen von Funknetz-Inhalten zieht rechtliche Konsequenzen mit sich. So kann der WarDriver wegen Datenveränderung (§ 303a Strafgesetzbuch) mit mindestens 2 Jahren Freiheitsstrafe rechnen. Führt die Datenbeschädigung zusätzlich zu Störungen des betrieblichen Ablaufs liegt Computersabotage vor (§ 303b Strafgesetzbuch), das kann die Strafe auf bis zu fünf Jahren erhöhen. Laut dem Chaos Computer Club gibt es in Berlin über 100 offene WLANs, darunter sind auch die von Krankenhäusern mit vertraulichen Patientendaten zu finden. Das CCC-Mitglied "Wetterfrosch" hackt das WLAN auf der EXPO 2000 und erlangte die Kontrolle über die Informationsroboter. Im Dezember 2001 gelingt es Journalisten des ZDF-Magazins Frontal 21 in das Funknetzwerk der Bundeswehr einzudringen. »www.Hadels.com« |