4. WLAN - Top oder Flop
- US-Behörden haben WLANs nur kurzfristig in Betrieb genommen und wegen Sicherheitsbedenken bis auf weiteres deren Verwendung ausgeschlossen
- schon ein Drucker, der via Funk an Rechner angeschlossen ist, stellt ein hohes Risiko dar (Ausdruck von sensiblen Daten; Verträge etc.)
- WLAN ist für alle sinnvoll, die nichts zu verstecken haben...
- wenn WLAN, dann schon mit allen Sicherheitsbarierren (Hidden, WEP, Firewall, registrierte Benutzer etc.)
- Verwendung in Krankenhaus oder Behörden muß als extrem bedenklich eingestuft werden
- Hoffen auf verbesserte Versionen des IEEE 802.11x, so dass Sicherheit für WLANs gewährleistet werden kann.
Wie aus den vorangegangenen Kapiteln zu ersehen ist, gibt es momentan keine Möglichkeit WLANs in Punkto Sicherheit auf eine Stufe mit den LANs zu stellen. Zu einfach ist es noch, sich die Datenpakete aus der "Luft zu greifen", zu entschlüßeln und somit sensible Daten, wie Passwörter , zu erhalten und sich Zugriff auf das WLAN zu verschaffen.
Aus dem Grund ist auch die Verwendung von WLANs in Krankenhäusern oder Behörden als sehr bedenklich anzusehen. Aber gerade in Krankenhäusern wäre der Gebrauch von WLAN ideal, es bleibt zu hoffen, dass der nächste IEEE-Standard erhebliche Verbesserungen mit sich bringt.
Es gilt festzuhalten, WLANs nur von jenen Leuten genutzt werden sollte, die nichts zu verstecken haben. Alle anderen, die dennoch eines benutzen wollen, sollten stets
stets pessimistisch bleiben und davon ausgehen, dass ihre Daten trotz WEP und anderen Schutzmechanismen gelesen werden können.
Auch darf man nicht vergessen, dass jede Form von Funkverkehr in einem LAN ein Risiko darstellt.
Man stelle sich vor, dass ein Drucker per Funk mit den übrigen LAN verbunden ist. Im ersten Moment scheint es nicht besonders gefährlich zu sein, allerdings wenn firmeninterne Daten ausgedruckt werden, unterliegen sie dem gleichem Risiko, als wenn man ein WLAN benutzen würde.
Gleiches gilt für Funk-Tastaturen und ähnliches.
"Gegen das Hacken der WLANs lässt sich nicht viel machen. In den USA ist das mittlerweile ein Volkssport geworden, hier geht es allmählich auch los. Das nötige Equipment kann man einfach bei eBay kaufen." - Christoph Capellaro, Sicherheitsberater bei einer Tochterfirma der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young
"Natürlich kann man auch bei einem LAN nie zu 100 Prozent sicher sein, dass niemand einen Zugriff auf die Daten bekommt. Aber bei einem WLAN kommt man trotz des Einsatzes aller heute verfügbaren Schutzmechanismen nicht einmal annähernd auf einen Level, dass man sich ruhig schlafen legen könnte." - B. Grimek N.S.A.
Wer absolute Sicherheit will, sollte dem Beispiel des kalifornischen Lawrence Livermore National Laboratory folgen. Das Forschungslabor, das unter anderem Atomwaffen für das US-Militär entwickelt, hat Mitte Januar seine beiden Funknetzwerke stillgelegt.
Erst wenn entsprechende sicherheitsbringende Verfahren entwickelt und anerkannt werden und die Anwendung von Sicherheitsstrategien auch vom Benutzer verstanden werden kann und keine Sicherheitslücken aufgrund von Unwissenheit im Bereich der
notwendig zu treffenden Sicherheitsvorkehrungen, ist ein drahtloses Netzwerk als sicher anzusehen.
[zum Inhaltsverzeichnis »]
© by Andreas Hadel und Birgit Hadel
»www.Hadels.com«
|