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Der schwarze Prinz verklagt Joe Weider
von Andreas Hadel
Ein Gefühl stolzer Ehre durchflutete den Körper von Robby Robbinson, als er 1977 für einen Bildhauer posierte. Robbinsons Körper wurde als Vorlage für eine Büste ausgewählt, die im Hauptsitz der Firma Weider als Denkmal für das Krafttraining gedacht war.
Als die Büste fertig war, wandelte sich das Gefühl von Stolz in Demütigung. Nicht der Kopf von Robbinson zierte die Büste, sondern der von Joe Weider. Die Büste wurde zum weltweiten Identifikationssymbol des Weider-Imperiums.
Besser spät als nie, dachte sich wohl der ehemaliger Mr. Olympia der Masterkategorie und klagt heute, rund 28 Jahre später, gegen Weider, der mittlerweile zu den mächtigsten Männern Nordamerikas zählt.
"Das Abbild meines Klienten wurde zum Firmenlogo von Weider Publications und Weider Health", sagt L. Douglas Brown, der Anwalt von Robbinson, und fügt hinzu, dass Robbinson niemals seine Einwilligung gegeben hat, dass sein Oberkörper für diese Zwecke benutzt wird.
Auf die Frage, warum Robbinson erst jetzt Klage gegen Joe Weider erhebt, antwortete er, dass sein Klient während seiner aktiven Zeit, eine nachteilige Behandlung befürchtete, wenn er gegen Weider vorginge.
Weider gab bereits 1989 in einem Interview mit "The Times" zu, dass die Skulptur nach Robby Robbinsons Körper modelliert wurde. Dennoch lässt die Pressesprecherin der Brüder Weider verlauten, dass diese Klage jeglicher Grundlage entbehrt und sich Joe Weider energisch verteidigen wird. Weiter sagt sie: "Joe ist wegen dieser Klage sehr betrübt, weil er alles getan hat, um eine Industrie aufzubauen, in der Menschen wie Mr. Robbinson überhaupt Karriere machen konnten."
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