Ausgabe 6/03 (Magazin-Nr. 17) - 2. Jahrgang
| Titelseite         | Archiv         | Downloads         | Kontakt        
interne Links

Partner

NRWPowerlifting

INZER Advance Designs

Newsletter

E-Mail-Adresse eintragen und immer bescheid wissen, wann die neue Ausgabe erscheint !

Markus Schick breaks trough 600 lbs. barrier at 165!


von Thomas Klose

    Das folgende Interview entstand kurz nach Markus' legendärem Auftritt beim diesjährigen "Bench Bash for Cash" bei dem er 272.5 kg auf der Bank drückte.

    Markus SchickGlückwunsch, Markus! Vor drei Jahren habe ich dich für PL USA interviewt. Da hast du gesagt, dass 600 lbs ein Traum wären. Nun ist diese Marke Geschichte. Wie fühlst Du dich?
    Ich bin wahnsinnig glücklich und kann es noch gar nicht wirklich glauben, was beim "Bench Bash for Cash" passiert ist. Mein Traum ist wahr geworden, der leichteste Athlet aller Zeiten zu sein, der die 600 lbs. Barriere geschafft hat.

    Welchen Eindruck hast Du vom Wettkampf, mit den vielen Versuchen über 700lb?
    Es war ein unglaublicher Wettkampf, den es in einer solchen Form noch nie gegeben hat. 12 Athleten, die mindestens 700 lbs. gedrückt haben, davon 2 über 800 lbs. und ein fast geglückter Versuch mit 876 lbs. ! Dieser Wettkampf geht in die Geschichte ein.

    Sieht so aus, als wären Jetlag und andere Dinge nicht so das Problem für dich. Wie bereitest Du deine kurzen Reisen von Frankfurt nach USA vor?
    Die Reisen in die USA sind was den Jetlag betrifft nie so das Problem, da ich meistens gegen Abend ankomme und dann noch ein paar Stunden wach bleibe bis ich schlafen gehe. Zurück nach Deutschland ist meist das größere Problem, da ich dort am Morgen ankomme und in den USA wäre es dann Nacht. Aber dann ist es ja auch egal, denn der Wettkampf ist vorbei.

    Wie hast Du dich in den Tagen vor dem Wettkampf gefühlt? Hast Du gespürt, dass Du die Barriere durchbrechen würdest?
    Ich war ein wenig nervös, wie meistens. Ich wußte nicht, wie das Problem der nicht verstellbaren Bank Auswirkungen auf mein Drücken hatte. Mein Training lief zwar sehr gut, aber ich dachte nicht, daß ich hier schon die Barriere durchbrechen würde.

    Ich weiß, dass Du allein abgereist bist. Wer hat dich in Orlando betreut?
    In Orlando hatte ich zwei herausragende Betreuer, die mir diesen Tag und diesen Erfolg ermöglichten. Das waren zum einen Mario Flückiger aus der Schweiz, der auch der Betreuer von René Imesch war. Mario hob mir auf der Bühne raus und eliminierte somit das Problem der nicht verstellbaren Bank für mich ausgezeichnet. Meine zweite Betreuerin war meine beste Freundin und Trainingspartnerin Gunda Fiona von Bachhaus, die mich mental super unterstütze und mich sowohl im Training als auch in Orlando zu diesem Erfolg geführt hat - ihr möchte ich diesen Erfolg und für mich besonderen Tag widmen.

    Welche Trainingsmethode hast Du als Wettkampfvorbereitung genutzt?
    Ich trainierte nach dem 3x3 Prinizip von Mieczyslav Szafranski und Stefan Korte, welches ich ein wenig modifiziert habe mit Bändern, Ketten sowie Lockouts an der Multipresse.

    Kannst Du uns einen kleinen Überblick deiner Trainingsgewichte geben?
    Ich trainierte bis 4 Wochen vor dem "Bench Bash for Cash" nur ohne Shirt und meine höchsten Trainingsleistungen waren 4 x 200 kg (440 lbs.) und 1 x 230 kg (507 lbs.) alles ohne Shirt. Mit Shirt war meine beste Leistung im Training 1x 265 kg (584 lbs.).

    Was für eine Bankdrückhemd hast Du getragen?
    Ich trage ein doppeltes "Inzer Phenom" mit Velcro.

    Denkst Du daran zu einem Hemd aus härteren Stoff zu wechseln?
    Ich habe mir ein paar Tips von Bill Crawford geben lassen, da ich versuchen will auf ein Denim-Shirt umzusteigen. Ich hoffe, mit Bill's Hilfe und Ratschlägen auf der Arnold Classics mit einem Denim Shirt drücken zu können.

    Ziehst Du einen Nutzen aus der 48h-Waage?
    Ich profitiere nicht von der 48 Stunden Abwaage, da mein Gewicht eigentlich immer ziemlich gleich ist, ich habe am Tag der Waage 74 kg gewogen und das gleiche Gewicht hatte ich auch noch am Wettkampftag.

    Was hältst Du davon, beispielsweise auf 175 lbs zu gehen und dann durch Dehydrierung wieder in deine Gewichtsklasse zu kommen?
    Ehrlich gesagt bin ich davon nicht überzeugt, weil ich denke, daß durch das Entwässern die Verletzungsanfälligkeit stark ansteigt und ich bin nicht bereit dazu, meine Gesundheit dafür aufs Spiel zu setzen. Ich fühle mich auch mit meinem momentanen Körpergewicht wohl und stark genug, und denke, daß ich mit 175 lbs. mich eher unwohl fühlen würde.

    Mit Fred Boldt und Joe Mazza hast Du zwei neue Gegenspieler auf der Arnold Classic im nächsten Jahr. Du kennst bereits beide. Was denkst Du über deine härtesten Konkurrenten und wie wird das deine Vorbereitung beeinflussen?
    Die "Arnold Classics" 2004 wird einer der spannendsten Wettkämpfe aller Zeiten. In jeder der 3 Gewichtsklassen geht es verdammt eng zu. Fred und Joe sind beides herausragende Athleten die mir das Leben sicherlich nicht leicht machen werden und es wird zu einem harten Dreikampf kommen, in den auch noch August Clark Jr. eingreifen kann. Aber genau das ist es, was meine Motivation steigen lässt und mich hoffentlich zu einer neuen Bestleistung treibt. Jungs - das wird eine heiße Schlacht :o)

    Ich weiß, das ist eine alte Frage, aber wie sehen deine Ziele für die Zukunft aus? Ich denke, dass ein einzigartiger Versuch mit dem vierfachen Körpergewicht bei 154lb (70 kg) in Reichweite wäre.
    Ich denke, es gibt nun einige Ziele die ich in der Zukunft verfolgen werde, da ist sicherlich das Ziel, als erster Athlet das 4-fache Körpergewicht zu drücken eines, aber mein nächstes Ziel wird es sein den Alltime-Weltrekord in der Klasse -82,5 kg zu brechen, der momentan noch bei 600 lbs. von Dave Waterman steht. Damit wäre ich der einzige Athlet der in 3 verschiedenen Gewichtsklassen einen Alltime-Weltrekord hält. Allerdings denke ich, ich werde nicht mehr als 77 kg bei dem Versuch im Dezember wiegen.

    Irgendwelche abschließenden Gedanken?
    Ich möchte mich bei meinem Sponsor INZER ADVANCE DESIGNS bedanken für die jahrelange Unterstützung und das beste Equipment der Welt. ... Abschließend gilt mein Dank noch all meinen Kollegen aus dem Training natürlich speziell Gunda Fiona von Bachhaus, Ihr seid immer für mich da, unterstützt mich, wo Ihr nur könnt, glaubt an mich und baut mich auf, wenn es mal nicht so läuft. Ihr habt einen gehörigen Anteil an all dem, was ich bisher erreicht habe - DANKE euch allen !!!

[ Allgemeine Hinweise ] | [ Literaturverzeichnis ]