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World Games: Die dt. Athleten im Bodybuilding auf einen Blickvon Andreas Hadel
Jahrgang 1954. Der Installateur lebt in der Nähe von München und erreichte als erster Athlet mit 50 Jahren ein WM-Finale der Männerklasse. Bereits im Mai war er bei einem Gastauftritt auf der Deutschen Meisterschaft in Topform. Trotzdem sagte er damals: "Die Form muss selbstverständlich noch besser werden und ich werde bei den World Games alles geben." Michael Metzger (-75 kg), Jahrgang 1972. Der Trainer und Ernährungsberater trainiert seit 1992. Zu Beginn seiner Karriere konnte er sein Potential nie richtig ausschöpfen. Zu viele Ratschläge von zu vielen Leuten. 2001 nahm sich Michael vor, genauer auf die Signale seines Körpers zu achten und eine wohl überlegte Wettkampfvorbereitung zu gestalten. In dieser Zeit lernte er Matthias Herzog kennen, der ihm wertvolle Tipps gab und zum Freund und Vorbild wurde. Eine Zusammenarbeit, die von Erfolg gekrönt war: Int. Deutscher Meister 2001. Der zehnte Platz auf der Weltmeisterschaft 2003 war für Michael ein weiterer Höhepunkt. Andreas Becker (-80 kg), Jahrgang 1965. Der zweifache Familienvater trainiert ist seit 25 Jahren dem Bodybuilding verfallen und kann auf eine überaus beachtliche Juniorenkarriere in den Achtzigern verweisen: 1985 Junioren-DM (- 80kg); 1985 Juniorenweltmeister (-80kg) in Sydney; 1986 Gesamtsieger Junioren-DM; Der Übergang in die Männerklasse gestaltete sich zwar anfangs schwierig, aber war schließlich 1989 mit dem Sieg der Europameisterschaft (-80kg) ebenfalls erfolgreich. Wegen einer beruflichen Neuorientierung folgte eine 11 Jahre andauernde Wettkampfpause. Nach einigen Testwettkämpfen gelang Andreas schließlich ein furioses Comeback: 2000 WM-Bronze (-75kg); 2001 World Games in Akita 1. Platz; 2002 enttäuschender 8. Platz bei WM-Quali; 2003 WM-Silber -80kg. Die endgültige Entscheidung für die Teilnahme an den World Games in Duisburg fiel übrigens erst bei Albert Buseks MuscleFest, nachdem Andreas die einmalige Atmosphäre im Theater am Marientor erleben konnte. 2004 nahm er an keinen Wettkampf teil, um sich ausschließlich auf die World Games in Duisburg konzentrieren zu können. Andreas Trainiert nach einem "Lust und Laune" - Prinzip. In der Regel weiß er am Anfang der Woche nie, was er wann und wie trainieren wird. Seine Ernährung ist ebenfalls sehr eigen. In der Vorwettkampfphase reduziert seine Eiweißaufnahme und ernährt sich fast ausschließlich von komplexen Kohlenhydraten. Frank Schramm (-85 kg), Jahrgang 1963, Der Berliner ist auch den Kraftdreikämpfern kein Unbekannter. Legendär sind seine spektakulären Kraftakte, die noch heute in den Rekordlisten ihre Gültigkeit haben. Dreimal in Folge WM-Silber im KDK (1990-1992). 1993 Europameister im KDK und 1994 endlich Weltmeister mit 882,5 kg und 20 kg Vorsprung. Auch im Bodybuilding ist der Fitnesstrainer nicht weniger erfolgreich. Auch hier trägt er den Titel Weltmeister. Die WM 2001, bei der er Bronze gewann, war der bisher letzte große Auftritt von Frank. Thomas Scheu (+85 kg), Jahrgang 1962. Der Schlosser aus Neuwied gilt als erfolgreichster und diszipliniertester Bodybuilder im Amateurbereich. Der mehrfache Weltmeister nimmt nicht zum ersten Mal an den World Games teil. In Akita belegte er 2001 den zweiten Platz. Damals waren die Weltspiele für Thomas nicht der geplante Jahreshöhepunkt. Er betrachtete sie eher als Testlauf für die WM, weil er davon ausging, gegen die deutlich schwereren Gegner keine Siegeschancen zu haben. Dieses Jahr hat er sich jedoch einen Sieg bei den World Games fest vorgenommen. Bereits auf der FIBO präsentierte er eine herausragende Form. Trotz seiner jahrelangen Erfahrung und seines Erfolgs weiß Thomas, dass man immer etwas lernen kann und vertraut auf die Ratschläge von Paul Mentis und Frank Schramm. Simone Linay, Jahrgang 1970. Auf eine reiche Wettkampferfahrung kann auch Simone verweisen. 1999 wurde sie Deutsche Meisterin. 2002 gewann sie EM-Silber und 2003 WM-Bronze. Im Juni belegte sie den zweiten Rang auf den Europameisterschaften der Seniorinnen und konnte somit bereits in ihrem ersten Jahr in dieser Wertungsklasse einen großen Erfolg feiern. Wenn Simone ihre Form bis zu den World Games konservieren oder gar verbessern konnte, wird sie große Chancen auf eine Spitzenplatzierung haben. Conny Hakuba, Jahrgang 1966, Eigentlich war für Conny (Deutsche Meisterin 2003 )die Saison mit ihrer Teilnahme an den Europameisterschaften (4. Platz) beendet. Doch knapp vier Wochen vor den World Games wurde überraschend ein weiterer Platz in der Nationalmannschaft frei. Steffi Klopp hatte ihre Teilnahme zurückgezogen. In der kurzen Vorbereitungszeit will Conny alles daran setzen, um ihr persönliches Ziel, eine internationale Medaille, zu erreichen. |